Gedanken zum 03.10.2019:

Die meisten Revolutionen der Vergangenheit begannen oder endeten im Blutbad.

In der Glorious Revolution (der Glorreichen Revolution) von 1688/1689 entschieden die Gegner des königlichen Absolutismus in England den seit Beginn des 17. Jahrhunderts geführten Machtkampf mit der absoluten Monarchie endgültig zu ihren Gunsten.

Die Französische Revolution 1789 bis 1799, geboren unter den Idealen von Liberté, Égalité, Fraternité endete mit der Guillotine und den Napoleonischen Kriegen.

Die russische Oktoberrevolution Revolution von 1917 zur Verwirklichung „kommunistischer Ideale“ endete in den Auswüchsen und dem Zerfall des Stalinismus.

Dagegen verlief die Revolution 1989 in der ehemaligen DDR unter dem Motto „Wir sind das Volk“ (fast) völlig friedlich. Ein hochgerüsteter ostdeutscher Machtapparat brach überraschend auseinander und eine nicht wirklich an die Wiedervereinigung glaubende westdeutsche Politik wurde überrannt.

Sicher hätte in den turbulenten Jahren nach 1989 einiges geordneter und sinnvoller laufen können und müssen. Ostdeutschland hätte nicht mit „heißer Nadel“ vereinnahmt werden dürfen. Das rächt sich heute bitter in der politischen Landschaft.

ABER: Wenn wir ehrlich zurückschauen geht es uns allen heute wesentlich besser, auch wenn wir gern auf hohem Niveau jammern.

Meine Generation, die Generation meiner Kinder und Enkel lebt in der längsten Friedensperiode, die Deutschland und Europa je erlebt hat.  Allein das ist es schon Wert der friedlichen Revolution von 1989 zu gedenken und uns allen eine friedliche Zukunft zu wünschen. Dafür sollten wir uns stark machen!

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